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Pulp Universum

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Zitat von halberkapitel am 3. Juni 2024, 14:55 Uhr

[...] auch wenn mit Ehrhardt und Puljic zwei Autor:innen am Start sind, die ich echt gut finde. (MMT als MX-Gelegenheitsautor natürlich auch) [...]

Zum Thema an sich kann ich nichts beitragen, da DH & HZ nicht so meine Serien sind. Aaaber ich möchte anmerken, dass du alle drei Autor:innen auch bei MX lesen kannst und nicht nur MMT. Dennis hat damals 7-9 von DVdT geschrieben und Madeleine zwei Romane zusammen mit Oli Fröhlich damals in den 400er Bänden. Nur falls du die nachlesen möchtest, wenn dir diese Autor:innen so gefallen... 😉

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halberkapitel

weeß ick doch 😉

dvdt 7-9 hab ich bereits gelesen (die letzten 3 fehlen mir noch) und DAS PULSARIUM ist ein kracher von roman

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Holger

„Verachtung“ von Jussi Adler-Olsen

Urlaubszeit- Lesezeit, da schafft man auch mal einen fetten Thriller. In diesem Bestseller von 2010 beschreibt Adler-Olsen das ergreifende Leben von Nete Hermansen. Als elegante Ehefrau des angesehenen Arztes Andreas Rosen wird ihr Leben auf einen geladenen Ehrendinner innerhalb von Minuten zerbrochen. Von einem unerwarteten Gast, Curd Wad, wird sie erkannt und vor versammelten Gästen und ihrem Ehemann bloßgestellt. Schon auf dem Heimweg zieht ihr Mann die Konsequenz und fordert die Trennung ein. Tief betroffen und in ihren Gefühlen betäubt, greift sie während der Fahrt ins Lenkrad und provoziert ihren gemeinsamen Tod. Der Wagen durchbricht die Böschung und landet im Meer. Doch anders als erwartet überlebt sie den Aufprall fast unverletzt. Jetzt muss sie ohne den einzigen Menschen leben, den sie von ganzen Herzen geliebt und den sie umgebracht hatte. Nete erkennt, dass ihr Leben ohne Curd Wad und all die anderen anders verlaufen wäre und fasst den Entschluss sich an all denen zu rächen, die ihr seit der Jugendzeit so übel mitgespielt haben. Dabei kommt ihr ihre Ausbildung als Laborantin zur Hilfe… Als Halbwaise und Tochter eines Bauern wuchs sie in einfachen Verhältnissen auf. Vom älteren Cousin missbraucht, von der Schule geflogen, kam Nete in eine Pflegefamilie. Von dort ging ihre Odyssee in die „Anstalt zur Erziehung von Frauen“ nach Sprogø, einer heute unbewohnten Ostseeinsel im Großen Belt. Diese Anstalten hat es tatsächlich bis 1961 gegeben, ein düsteres Kapitel im Königreich Dänemark! Nete braut einen Plan um sich an ihren sechs Peinigern zu rächen. Dieser hochspannende Roman springt gekonnt in frühere Erzählstränge und wechselt auch die Perspektiven von Tätern und Opfern. Der alternde Arzt Curd Wad genießt die Früchte jahrzehntelanger Arbeit, die Gründung seiner rechtsradikalen Partei „Klare Grenzen“. Schon seit Jahrzehnten sind er und gleichgesinnte Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen als geheime Bruderschaft „Geheimer Kampf“ tätig. Sie haben heimlich oder mit staatlicher Unterstützung Schwangerschaftsabbrüche und Zwangssterilisationen bei nicht in ihrer Welt passenden Frauen vorgenommen. Auch heute existiert diese Bruderschaft noch und schreckt auch vor Mord nicht zurück… Carl Mørck ist der mehr oder weniger demoralisierte Leiter des Sonderdezernat Q, einer kleinen Kellerabteilung für Cold Cases in Kopenhagen. Sein Fund sind seine beiden hochmotivierten Assistenten, die spleenige Rose und der Araber Assad. 2010 stößt das Sonderdezernat Q auf die Akte der 1987 als vermisst gemeldeten Callgirl-Chefin Rita Nielson. Ausgiebige Recherchen zeigen, dass fünf weitere Personen im gleichen Zeitraum verschwunden sind… Für Carl ist nicht nur der aktuelle Fall nervig, auch sein Trauma an einem früheren Einsatz mit Schusswechsel lässt ihn nicht los. Damals hatte er eine innere Blockade und konnte das Leben eines Kollegen nicht retten. Ein zweiter Kollege wurde querschnittsgelähmt. Dazu wird er von einem ehemaligen Kollegen erpresst, Carl hätte als Jugendlicher etwas mit dem Ableben seines Onkels zutun. Von der ansteckenden Grippe im Präsidium ganz zu schweigen. Autor Adler-Olsen beschreibt die Charaktere seiner Protagonisten mit sehr viel Tiefgang. Polizeivizekommissar Carl Mørck ist ein authentischer Typ, seine Selbstironie ist klasse. Dieser vierte Fall ist der bisher spannendste in der Reihe. Ich liebe diese Serie.

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halberkapitel

Lassiter 2713 – Bloody Mary kehrt zurück

Mary Stratton, Tochter aus gutsituiertem Hause und Tochter des einflussreichen Senators Benjamin Stratton ist ein richtiger Wildfang. In den heimischen Wäldern am Coeur-d`Alene-See, Idaho, wird sie Bloody Mary genannt und lebt ihre Jagdlust auf Gabelböcke und Weißwedelhirsche aus. Dummerweise verliebt sie sich in den zwielichtigen Goldsucher Edward Mooney und leiht ihm ihr halbes Vermögen. Mooney lässt Mary schwanger sitzen und macht sich mit den Dollars aus dem Staub. Außersich vor Wut und Enttäuschung schwört Mary bittere Rache und will alle zur Rechenschaft ziehen, die ihren Geliebten geholfen haben zu flüchten. In dieser heiklen Situation wendet sich Senator Stratton über das Justizministerium an die Brigade Sieben, Marys Aktionismus könnte zu dem Sturz ihres Vaters führen. Lassiter wird angewiesen Starttons Tochter festzusetzen, bevor sie Schaden anrichten kann. Zusammen mit seinem Commodore Hargrave und zwei Beamten aus dem Justizministerium macht er sich mit einem Heckraddampfer auf den Weg zum Coeur-d`Alene-See. Rechtzeitig zu den Maifeierlichkeiten endet ihre Reise in Pelouse City. Lassiter versucht vergeblich den Bankier William T. Woycott zu überreden sich aufs Schiff in Sicherheit zu begeben. Woycot hat seinerzeit Mooney einen überhöhten Zinssatz für sein gestohlenes Vermögen verschafft und steht ganz oben auf Marys Liste. Inmitten der ausgelassenen Polkatänze unter dem Segeltuchdach fallen erste Schüsse und Woycott wird hinterrücks tödlich getroffen. In dem ausbrechenden Tumult kann Lassiter Mary Freundin und Weggefährtin Ida Hampton festnehmen. Idas Vernehmungen auf dem Raddampfer bleiben ergebnislos, vielmehr bezichtigt sie Mooney an den Mord zum Bankier und die anschließende Entführung seiner Ex-Geliebten. Niemand glaubt ihr, denn warum sollte Mooney seinen Geldberater umbringen? Mooneys Flucht endet in den Bergen bei dem ausgestoßenen Häuptling Manachal, der die Goldgräber über einen riesigen legendären Inka-Schatz in seinen Bann zieht. Lassiter macht sich mit der geflohenen Ida Hampton auf den gefährlichen Weg Mary zu befreien. Autor Marty J. Cannary hat hier einen spannenden Top-Roman geliefert, der sich wohlwollend von den wöchentlichen Erscheinungen abhebt. Nicht nur, dass der Held mit Mr. Lassiter angesprochen wird. Nein, Lassiter kann nicht als Einzelgänger agieren. Zwar hat er mit Commodore Hargrave einen verständnisvollen Vorgesetzten, allerdings spielen die beiden Beamten vom Justizministerium ein falsches Spiel aus höchsten Kreisen. Cannary nimmt die Leser mit vielerlei Details bildlich in die damaliger Besiedlungszeit, vergleichbar mit Kevin Costners Western „Horizon“. Ebenso wie in dem grandiosen Kinofilm gelangen die Protagonisten sprunghaft in verschiedene Szenen. Dies tut dem Lesegenuss keinen Abbruch, gerade auch weil die erotische Szene kurzgehalten ist. Mystisch wird es, als Mary durch einen berauschenden Trank auf Häuptling Manachal trifft. Das letzte Showdown am Flußufer bringt für alle eine unerwartete Wendung…

DV 01 „Das Mündel der Drachen“

Das Titelbild der neuen Fantasy-Serie „Die Vagabunden“ wirkt mit seinen fliegenden Drachen oberhalb der Palastanlage doch sehr verträumt und märchenhaft, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es inhaltlich stark zur Sache geht. Autor Robert Corvus beschreibt hochkomplexe Handlungen. So überfallen brutale Orks die Siedlung Sternenquell und brandschatzen die Siedlung nieder. Derweil stellt sich Graf von Glanzweiden mit seinen Mannen dieser Übermacht und kommt darin um. Um das Haus von Glanzweiden vor weiteren Überfällen zu schützen geht die Grafenfamilie eine zweifelhafte Allianz mit den echsenhaften Szenu ein. Als Schutzgeld verlangen diese die Abgabe sämtlicher magischen Artefakte und die jüngste Prinzessin Biata als Geisel; titelgebend als „das Mündel der Drachen“. Die ältere Prinzessin Jiszilietta kommt der Forderung nur zu gerne nach, ihr eigener Machtanspruch in der Thronfolge soll nicht gefährdet werden. Auf Biatas zu Ehren ausgerichtetes Abschiedsfest treten eine Handvoll Vagabunden als Gaukler mit einer dramatischen Aufführung auf. Als die Gauklerin Muna, die Mutter der jungen Messerwerferin Myracilla aufgefordert wird, ihre magische Blutnadel abzugeben, kann ihre junge Weggefährtin Isirri mit dem Artefakt vor den Büttel fliehen. Nichtsdestotrotz wird Myracilla in Haft genommen. Und dann gibt es noch einen geheimen Widerstand, eine kleine Loge des Frühlings, die sich gegen die Szenu auflehnen will. Maskiert benutzen ihre Mitglieder die beiden jungen Schaufechter Imilio und Rai zum letztmaligen Beproben eines magischen Schutzharnisch. Biata wird des nachts von ihrer Tante in diesen elitären Kreis eingeführt und wird Zeuge eines schrecklichen Verbrechens. Ihre Tante ist es auch, die Biata zur Flucht aus Glanzweiden rät. Bevor es aber so weit ist, muss Corvus die Handlungsträger erst einmal zusammenführen. Corvus liefert hier einen soliden Einstiegsband, die Erzählweise ist nicht übermäßig spannend, vielmehr trumpft er mit überraschenden, unberechenbaren Wendungen auf. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

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GK 158- Die Rache des Höllenhundes

Die neue, zeitgemäße Aufmachung des Gespenster-Krimi sticht ins Auge, gerade das Titelbild mit der zähnefletschenden Bestie wirkt so noch größer. Die Verlagsankündigung eines neues Geisterjäger macht natürlich neugierig. Wer ist dieser Isaak Finley und in welcher Zeit agiert er? Der 28-jährige Isaak Finley ist Chefbutler bei den Mortimers. Diese Reisen nach einer Erbschaft samt Belegschaft ins ländliche North York Moor und werden mit einen bekannten Familienfluch „Black Shuck“ konfrontiert. Finley ist von dem Umzug nicht begeistert, hält aber loyal zur Stange. Bis hierhin hätte die Geschichte auch in den 60ern spielen können. Erst der Hinweis auf das Ableben auf Elizabeth II. und dass Finley ein Smartphone besitzt, zeigen wir sind in der Jetztzeit. Bei der Hauptfigur kommt mir unwillkürlich Butler Parker in dem Sinn. Als Inspector Watson den ersten Toten protokolliert, fragt man sich, wo ist Sherlock Holms? Und als die taffe, alte Lady Enderby als Expertin für ungewöhnliche Fälle eher an Miss Marple erinnert und auch noch ihren Austin wie James Bond schrottet, fühlt es sich wie eine liebevolle Hommage ans good old britain an. Überhaupt nimmt sich Autor Henry Cardell erfreulich viel Zeit die Charaktere und das englische Dorfleben zu zeichnen. Isaak Finley ist beileibe kein Held und wenn ihn Lady Enderby ihn nicht an die Hand genommen hätte, das zweite Treffen mit „Black Shuck“ hätte er nicht überlebt. Ein solider, spannender Einstieg mit einem flüssigen Schreibstil, der Lust auf mehr macht!

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JS Meisterwerke Band 1: „Die Jagd nach der Bundeslade“

Dieser Sammelband ist der Auftakt einer Suche nach der Bundeslade, eines sagenumworbenen Schreins, wo die 10 Gebote aufbewahrt sein sollen. Band 1 enthält die Romane JS 1000- 1003. In Teil 1 bekommt John Sinclair ein Treffen in der französischen Kathedrale von Chartres vom befreundet Mönch Bloch arrangiert. John bekommt Informationen über die geheimnisvolle Bundeslade und erhält das Schwert des Salomo. Dieser Roman ist sehr spannend und bleihaltig in Szene gesetzt. Gibt es doch zwei Widerstandsgruppen, die die Suche auf jeden Fall verhindern wollen. Sogar Johns rüstige Eltern werden im zweiten Teil Opfer der Schatten, gemeint sind die Seelen ruheloser, ehemaliger Wächter des Schreins. Jason Dark hat diesen dramatischen Teil doch sehr in die Länge gezogen. Im dritten Teil macht John mit dem Rad der Zeit eine Reise in die Vergangenheit und wird von König Salomo empfangen. Die genau taxierten Zeitreisen und das zu knappe Treffen mit König Salomo wirkten sehr konstruiert. Suko reist währenddessen in das leerstehende Haus von Johns Eltern und wird ebenfalls von den Schatten bedroht. Der vierte Teil führt John nach Äthiopien, er kommt in einem Steinbruch auf das Geheimnis der Templer. Während Suko Besuch von der Killerin Alischa, die sich als Teil des legitimen Nachfolgers des Prinzen Lalibela sehen, erhält… Jason Dark hat mit diesem Zyklus einen sehr weiten Rahmen bis in die Vergangenheit gesteckt, der nicht nur Fans der Serie ansprechen wird. Alles in Allem ein Band der Lust auf weitere Fortsetzungen macht, in den ausgewählte und abgeschlossene Zyklen behandelt und sauber bücherschranktauglich gedruckt werden könnten.

Das war Ende der 90er tatsächlich mein letztes großes Sinclair-Abenteuer. War richtig gut, der 8- bzw. 7-Teiler. 🙂 Danach kam leider nichts mehr, was mich vom Hocker gerissen hat bei JS und dann kam plötzlich Maddrax in mein Leben...

Zitat von Heulergriep am 21. Oktober 2024, 17:09 Uhr

DV 01 „Das Mündel der Drachen“

Corvus liefert hier einen soliden Einstiegsband, die Erzählweise ist nicht übermäßig spannend, vielmehr trumpft er mit überraschenden, unberechenbaren Wendungen auf. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

Und? Haste weitergelesen? Ich kaufe die Hefte noch - aber nach Band 3 hat mich irgendwie die Begeisterung verlassen. In dem Osterferien versuche ich den Faden wieder aufzunehmen. Dabei finde ich es eigentlich ganz gut. Nur ist es mir bisher noch nicht gelungen, einen Draht zu einer der Figuren aufzubauen, der mich bei der Stange hält.

Gespensterkrimi 125 Das letzte Wort von Michaela Froelian

Seit Holger es auf dem verwaisten Maddrax-Blog besprochen hat, gammelte „Das letzte Wort“ auf meinem E-reader rum. Jetzt hab ich mir das Werk endlich mal zu Gemüte geführt. Die Kritiken zu diesem Meta-Heftroman-Pseudo-Crossover mit Sinclair, Zamorra und Matt sind ja Kritiken, auch im ollen Gruselroman-Forum, gradezu euphorisch.

Was soll ich sagen? …. Ich teile diese Begeisterung nicht. Erstens ist das Ding mies lektoriert, strotzt vor Tipp - Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Aber das ist nicht mein Punkt. Abgesehen von der Grundidee, die tatsächlich ganz funny ist (ein verfluchtes Buch, das sich selbst fortschreibt, bringt Fans und Helden dreier BASTEI-Serien in einem bizarren Spukhaus-Szenario zusammen) kommen Spannung oder gar Gänsehaut überhaupt nicht auf. Weder steigert sich die Spannung, noch reagieren die Figuren glaubwürdig auf den Horror, der ihnen widerfährt. Alles wird mir fünfmal erklärt, und die Pointe ist auch recht fad …. schade eigentlich, denn die Idee war cool. 

 

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©2025 Holger Ehrmann für den OMXFC

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