071 Die Menschenfalle

Zitat von Heulergriep am 28. März 2025, 7:29 UhrLeserbrief vom 02.01.2025, veröffentlicht in Maddrax 657 vom 22.03.2024
Der WCA-Trupp unter der Leitung von Captain Lynne Crow und Jacob Smythe hat die Spitze Alaskas erreicht. Im Schlepptau ihrer Tauchpanzer ziehen sie drei Flosse beladen mit Verpflegung und Barbaren. Autorin Claudia Kern beginnt den sehr spannenden Roman mit Dr. Jed Stuarts persönlichen Tagebucheintragungen. Auf der Expedition kommt es zu mehreren tödlichen Zwischenfällen, als Smythes Diener die schöne Barbarin Atalana bedroht oder die Panzer das Feuer eröffnen beim Auftauchen einiger Hydritten, Barbaren als Kollateralschaden inbegriffen. Tatsächlich werden die Barbaren nicht ernstgenommen, dienen nur als Kanonenfutter. Die beiden ersten mutierten Menschen treffen die Reisenden in Nordsibirien. Zu Studienzwecke holt man sie an Bord. Als das Floß vom Barbarenhäuptling Pieroo von einer riesigen Seeschlange angegriffen wird, kann Staff Sergeant Majela Ncombe die Gefahr gerade noch mit einem gezielten Granatschuss strecken. Dafür bekommt sie von Captain Lynne Crow eine Verwarnung, die Barbaren hätten sich selbst helfen können. Tatsächlich steckt Lynne Crow in einer Krise. Sie spürt die mangelnde Zustimmung ihrer Entscheidungen und dann die nicht erwiderten Gefühle von Jacob Smythe. Doch Smythe geht zum Schein auf die Beziehung ein, denn er will Macht über die Expedition bekommen. Claudia Kern steigert Schritt für Schritt die Spannung. Die Stimmung unter den Barbaren verschlechtert sich, sie fühlen sich beobachtet. Mal findet Majela eine kleine Totemfigur auf ihren Sachen, mal werden nachts sorgsam gelegte Tierknochen oder ganze Blumenkränze um die Flösse gelegt, während die Wachen spurlos verschwinden. Bei einer Aufklärungssuche im Urwald finden sie einen Tempel in dem einer ihrer verstümmelten Wachleute liegt. Als Vergeltung versuchen sie den Tempel in Brand zu setzen. Während Pieroo entscheidet die Leiche mit zu nehmen, nimmt das Unheil seinen Lauf. Sie werden von grünbemalten und mit Blättern getarnte Kannibalen angegriffen. Panik breitet sich aus. Kern bringt gekonnt ein düsteres Bild vom Urwald, wenn Regen wie eine Wasserwand nieder geht, oder Jed unter der Last der verstümmelten Leiche in den Matsch fällt und zitternd seinen Tod erwartet. Aber er wird übersehen und zu Smythes Missfallen wie ein „Forrest Gump“ im Lager begrüßt. Smythe ahnt eine Meuterei und will aus dem beginnenden Angriff der Kannibalen seinen Nutzen ziehen. Der Trupp wird in eine Flachwasserstelle gelockt, in dem sich die Panzer festfahren. Im Kampf gegen die Wilden schlägt Smythe Majela hinterrücks nieder und stößt sie in den Fluss. Nach dem Gefecht muss der verzweifelnd trauernde Jed gefesselt werden, um keine Dummheiten zu begehen, doch der Intrigant Smythe befreit ihn unerkannt. Nachts macht sich Jed alleine auf die Suche nach Majela. Nur mit einer Leuchtkugelpistole bewaffnet nähert er sich dem Tempel und findet sie tatsächlich. Mehr noch, er erkennt das Geheimnis der Kannibalen und macht es sich bei ihrer atemlosen Befreiung zu Nutze. „Hannibal Lecter“ lässt grüßen… Das Titelbild mit einer gefesselten Nackten machte seinerzeit Mad Mike nachdenklich, ob es zu sexistisch wäre. Die Leserumfrage war eindeutig: machen. Der Roman ist hervorragender Horror. Kern zeichnet einen überaus menschlichen Jed Stuart. Einen an sich zweifelnden Wissenschaftler und von Smythe gedemütigten Antihelden, der über sich hinauswächst und sich wehrt.
Leserbrief vom 02.01.2025, veröffentlicht in Maddrax 657 vom 22.03.2024
Der WCA-Trupp unter der Leitung von Captain Lynne Crow und Jacob Smythe hat die Spitze Alaskas erreicht. Im Schlepptau ihrer Tauchpanzer ziehen sie drei Flosse beladen mit Verpflegung und Barbaren. Autorin Claudia Kern beginnt den sehr spannenden Roman mit Dr. Jed Stuarts persönlichen Tagebucheintragungen. Auf der Expedition kommt es zu mehreren tödlichen Zwischenfällen, als Smythes Diener die schöne Barbarin Atalana bedroht oder die Panzer das Feuer eröffnen beim Auftauchen einiger Hydritten, Barbaren als Kollateralschaden inbegriffen. Tatsächlich werden die Barbaren nicht ernstgenommen, dienen nur als Kanonenfutter. Die beiden ersten mutierten Menschen treffen die Reisenden in Nordsibirien. Zu Studienzwecke holt man sie an Bord. Als das Floß vom Barbarenhäuptling Pieroo von einer riesigen Seeschlange angegriffen wird, kann Staff Sergeant Majela Ncombe die Gefahr gerade noch mit einem gezielten Granatschuss strecken. Dafür bekommt sie von Captain Lynne Crow eine Verwarnung, die Barbaren hätten sich selbst helfen können. Tatsächlich steckt Lynne Crow in einer Krise. Sie spürt die mangelnde Zustimmung ihrer Entscheidungen und dann die nicht erwiderten Gefühle von Jacob Smythe. Doch Smythe geht zum Schein auf die Beziehung ein, denn er will Macht über die Expedition bekommen. Claudia Kern steigert Schritt für Schritt die Spannung. Die Stimmung unter den Barbaren verschlechtert sich, sie fühlen sich beobachtet. Mal findet Majela eine kleine Totemfigur auf ihren Sachen, mal werden nachts sorgsam gelegte Tierknochen oder ganze Blumenkränze um die Flösse gelegt, während die Wachen spurlos verschwinden. Bei einer Aufklärungssuche im Urwald finden sie einen Tempel in dem einer ihrer verstümmelten Wachleute liegt. Als Vergeltung versuchen sie den Tempel in Brand zu setzen. Während Pieroo entscheidet die Leiche mit zu nehmen, nimmt das Unheil seinen Lauf. Sie werden von grünbemalten und mit Blättern getarnte Kannibalen angegriffen. Panik breitet sich aus. Kern bringt gekonnt ein düsteres Bild vom Urwald, wenn Regen wie eine Wasserwand nieder geht, oder Jed unter der Last der verstümmelten Leiche in den Matsch fällt und zitternd seinen Tod erwartet. Aber er wird übersehen und zu Smythes Missfallen wie ein „Forrest Gump“ im Lager begrüßt. Smythe ahnt eine Meuterei und will aus dem beginnenden Angriff der Kannibalen seinen Nutzen ziehen. Der Trupp wird in eine Flachwasserstelle gelockt, in dem sich die Panzer festfahren. Im Kampf gegen die Wilden schlägt Smythe Majela hinterrücks nieder und stößt sie in den Fluss. Nach dem Gefecht muss der verzweifelnd trauernde Jed gefesselt werden, um keine Dummheiten zu begehen, doch der Intrigant Smythe befreit ihn unerkannt. Nachts macht sich Jed alleine auf die Suche nach Majela. Nur mit einer Leuchtkugelpistole bewaffnet nähert er sich dem Tempel und findet sie tatsächlich. Mehr noch, er erkennt das Geheimnis der Kannibalen und macht es sich bei ihrer atemlosen Befreiung zu Nutze. „Hannibal Lecter“ lässt grüßen… Das Titelbild mit einer gefesselten Nackten machte seinerzeit Mad Mike nachdenklich, ob es zu sexistisch wäre. Die Leserumfrage war eindeutig: machen. Der Roman ist hervorragender Horror. Kern zeichnet einen überaus menschlichen Jed Stuart. Einen an sich zweifelnden Wissenschaftler und von Smythe gedemütigten Antihelden, der über sich hinauswächst und sich wehrt.